Was ist ein Kontenrahmen
Kontenrahmen beschreiben eine strukturierte Aufstellung aller Konten für die Buchhaltung in einem Wirtschaftsunternehmen. Der
Kontenrahmen wird als Richtlinie und immer auch als Empfehlung für die konkrete Kontenplanung in einem Betrieb verwendet. Mittels des Kontenrahmens werden Geschäftsvorfälle vereinheitlicht und somit auch betriebsübergreifend vergleichbar.
Der
Kontenrahmen ist meist nach dem Zehnersystem in Kontenklassen gegliedert. Hier sind die in ihrem Wesen und Inhalt möglichst ähnlichen Konten gebündelt und einem Prinzip folgend aufgebaut.
- Die erste Stelle gibt die Kontenklasse an.
- Die zweite Stelle gibt die Kontengruppe an.
- Innerhalb der Kontengruppen kann in Kontenarten (Untergruppen) unterteilt werden.

Folgende Standardkontenrahmen existieren
Für Gewerbe, Handel, Banken, Versicherungen und weitere Wirtschaftszweige gibt es Standardkontenrahmen (SKR). In der Praxis werden meist die
DATEV-Kontenrahmen eingesetzt.
Die am häufigsten verwendeten
Kontenrahmen sind:
- SKR 03: publizitätspflichtige Firmen – Prozessgliederungsprinzip
- SKR 04: publizitätspflichtige Firmen - Abschlussgliederungsprinzip
- SKR 14: Land- und Forstwirtschaft
- SKR 30: Einzelhandelskontenrahmen (wird seit 2007 nicht mehr von der DATEV gepflegt)
- SKR 45: Heime und soziale Einrichtungen (Pflege-Buchführungsverordnung (PBV))
- SKR 49: Vereinskontenrahmen
- SKR 51: KFZ-Gewerbe (KFZ-Händler und Werkstätten)
- SKR 70: Hotel und Gaststätten
- SKR 80: Zahnärzte
Die aktuellen
Kontenrahmen der DATVEV finden Sie
unter dieser Adresse.