Unterschiedliche Steuersätze

So ziemlich jedes Steuergesetz kennt auch seine eigenen Steuersätze. Denn zur Berechnung einer Steuer, ob Einkommensteuer, Gewerbesteuer oder Umsatzsteuer, aber auch Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag oder Schenkungsteuer, sind Steuersätze notwendig. Hier ein Überblick:

Steuersatz Umsatzsteuer

Die Festlegung des Steuersatzes bei der Umsatzsteuer ist recht einfach, denn wenn erst mal geklärt ist, ob der Umsatz zu versteuern ist stellt sich nur noch die Frage: 7% oder 19%? Für die ermäßigten zu besteuernden Umsätze gibt es eine Liste. Beispielsweise sind das grundsätzlich Lebensmittel, Pflanzen oder auch Übernachtungen in Hotels.

Steuersatz Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer wird nicht vom Finanzamt sondern von den Gemeinden festgelegt und eingenommen. Daher sind die sog. Gewerbesteuerhebesätze auch unterschiedlich hoch. Die Berechnung des Gewerbesteuermessbetrags ist immer gleich und wird auch durch das Finanzamt ermittelt. Auf diesen Messbetrag wird dann der Gewerbesteuerhebesatz der jeweiligen Gemeinde angewandt. Dies müssen mindestens 200% sein, in München beträgt er 490%, in Quickborn sind es nur 290%.

Steuersatz Einkommensteuer

Bei der Einkommensteuer gibt es keinen festen Satz, denn hier sollen die persönlichen Verhältnisse des Steuerpflichtigen mit berücksichtigt werden. Familien mit Kindern zahlen im Verhältnis zum Singlehaushalt einen geringeren Einkommensteuersatz. Geringverdiener ebenfalls weniger als Spitzenverdiener. Der Einkommensteuersatz steigt mit dem Einkommen.

Steuersatz Körperschaftsteuer

Der Körperschaftsteuersatz beträgt 15% auf das zu versteuernde Einkommen. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag Die Kirchensteuer wird auf die Einkommen- und Lohnsteuer erhoben. Grundsätzlich beträgt sie auf den Einkommen- bzw. Lohnsteuerbetrag 9%. Der Solidaritätszuschlag wird ebenfalls auf Einkommen- und Lohnsteuer erhoben, aber auch Körperschaften müssen diesen entrichten. Er wird also auch auf die Körperschaftsteuer berechnet und beträgt 5,5%.

Steuersatz Schenkung- und Erbschaftsteuer

Auch bei der Schenkung- und Erbschaftsteuer gibt es unterschiedliche Steuersätze, die vom Steuerpflichtigen abhängen. Nämlich vom Verhältnis des Steuerpflichtigen zum Schenker bzw. Erblasser. Zunächst ist die Steuerklasse zu ermitteln. In der Steuerklasse I sind zB. der Ehegatte oder die Kinder, in der Steuerklasse II Geschwister oder Schwiegerkinder und in der Steuerklasse III alle, die sich nicht in Steuerklasse I oder II finden. Danach bezahlt zB. der Ehegatte bei einem steuerpflichtigen Erwerb bis 6.000.000 Euro 19% Schenkung- bzw. Erbschaftsteuer während der Bruder 30% bezahlt.

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