Einkommenssteuer und Liebhaberei

Einkommenssteuer und Liebhaberei Liebhaberei bei der Einkommenssteuer (c) Fotolia - PeJo
Wer Einnahmen aus einer der sieben Einkommensarten – oder korrekter gesagt Einkünftearten – erzielt hat, der muss diese Einnahmen normalerweise auch versteuern. Bei Einkünften aus nichtselbstständiger Tätigkeit wird das Abführen der Lohnsteuer sowie der anfallenden Sozialabgaben durch den Arbeitgeber wahrgenommen. Der Arbeitnehmer kann - bzw. muss in manchen Fällen - aber nachträglich eine Einkommenssteuer über den betreffenden Veranlagungszeitraum abgeben.

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Die sieben Arten der Einkünfte

Die sieben Arten der Einkünfte sind in der Vorschrift von § 2 des Einkommenssteuergesetzes (EStG) aufgelistet. Hierzu gehören:

- Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft,
- Einkünfte aus Gewerbebetrieb,
- Einkünfte aus selbständiger Arbeit,
- Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit,
- Einkünfte aus Kapitalvermögen,
- Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung,
- sonstige Einkünfte im Sinne des § 22.

Zu den „sonstigen Einkünften“ gehören vor allem Einkünfte aus wiederkehrenden Bezügen, Renten, abzugsfähigen Unterhaltsleistungen, Diäten und privaten Veräußerungsgeschäften.

Liebhaberei und ihre Folgen

Dabei wird allerdings vom Finanzamt vorausgesetzt, dass der bestreffende Steuerzahler die betreffende Tätigkeitaus wirtschaftlichen Gründen betreibt, um damit positive Einkünfte zu erwirtschaften. Diese Voraussetzung liegt nicht vor in Fällen der sogenannten Liebhaberei. Hier geht der Steuerpflichtige einer Tätigkeit aus persönlichen Gründen nach. Es ist ihm gleichgültig, wenn dadurch keine positiven Einkünfte, sondern nur Verluste erwirtschaftet werden. Dies hat für ihn zur Folge, dass er diese nicht als Werbungskosten oder Betriebsausgaben von der Steuer absetzen kann. Dies gilt für alle Einkunftsarten. Darüber hinaus kann der Verlust nicht mit positiven Einkünften aus anderen Einkünftearten verrechnet werden. Praxisrelevant ist es vor allem bei Einkünften aus einer selbstständigen Tätigkeit, aus Gewerbebetrieb, aus Land- und Forstwirtschaft sowie aus Vermietung und Verpachtung.

Konkrete Beispiele für Liebhaberei

Liebhaberei liegt nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes vor allem bei folgenden Indizien vor:

- der Betrieb wird nicht nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt
- der Betrieb wird weitergeführt, obwohl nur negative Einkünfte erwirtschaftet werden
- die so genannten Anlaufverluste gehen über die üblichen Anlaufzeiten hinaus
- bei der Tätigkeit handelt es sich um ein Hobby
- die resultierenden Verluste und der Lebensunterhalt des Steuerpflichtigen werden durch positive Einkünfte anderer Einkunftsarten finanziert - trotz anhaltender Verluste wird nichts an der Betriebsführung geändert
- auf Dauer ist keine Erwirtschaftung eines Totalüberschusses zu erkennen.

Dabei sind die so genannten Anlaufverluste in der Anfangsphase einer unternehmerischen Tätigkeit alleine noch kein Indiz für Liebhaberei. Diese Anlaufphase ist von Branche zu Branche unterschiedlich, genauso wie der Zeitraum, für den die Steuerrechtsprechung eine Totalüberschussprognose errechnet.

Sollten Sie weitere Fragen zur Einkommenssteuer/der Liebhaberei haben oder konkrete Beispiele wünschen, hilft Ihnen das Team von steuerberaten.de gerne schnell und kompetent weiter.


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