Seeling-Modell

Das sog. Seeling-Modell ist mittlerweile ausgelaufen. Benannt ist es nach dem Gewinner des damaligen Verfahrens, Herrn Seeling. Letztmalig für 2010 konnte ein solches Modell in Anspruch genommen werden. Da die Abwicklung über zehn Jahre läuft, beschäftigen sich aber Steuerpflichtige, Steuerberater und Finanzämter noch damit.

Das Seeling-Modell sah vor, dass ein Gebäude, das zu mindestens 10% für unternehmerische Zwecke genutzt wird, zu 100% dem Unternehmensvermögen zugerechnet werden konnte.

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Beispiel für Seeling

Der selbstständige Versicherungsmakler baut ein Einfamilienhaus und baut im Erdgeschoss einen Büroanteil an, in dem auch die Kunden verkehren können und seine zwei Angestellten Platz finden. Der Wohnbereich beträgt 150 qm, der Büroanteil 50 qm. Dadurch beträgt der unternehmerische Bereich hier 25%. Das Einfamilienhaus konnte zu Seeling-Zeiten komplett dem Unternehmensvermögen zugeordnet werden. Dadurch kam es zu hohen Vorsteuererstattungen. Abgesehen von dem Kauf des Grundstücks sind sonst ziemlich alle weiteren Kosten die mit der Errichtung eines Einfamilienhauses zusammenhängen mit Umsatzsteuer belastet. Geht man in dem og. Beispiel davon aus, dass das Haus ohne Grundstück insgesamt 300.000 Euro gekostet hat, sind hierin rund 47.900 Euro an Vorsteuern enthalten. Die erhält der Unternehmer dann vom Finanzamt zurück.

Natürlich musste nun noch der private Anteil wieder korrigiert werden. Ursprünglich wurde über zehn Jahre Umsatzsteuer auf die private Nutzung gezahlt. Doch zuletzt musste die Vorsteuer über zehn Jahre korrigiert werden. Bezüglich des Beispiels bedeutet das, dass 75% (privater Anteil) von 47.900 Euro, also 35.925 Euro, über zehn Jahre an das Finanzamt zurück zu zahlen sind. Der Vorteil bestand klar in der Vorfinanzierung durch das Finanzamt. Die Rückzahlungen sind nicht zu verzinsen.


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