Gewerblicher Grundstückshandel

Gewerblicher Grundstückshandel Gewerblicher Grundstückshandel (c) Fotolia - Alexander Raths
Werden Grundstücke von Privatpersonen gekauft und später wieder verkauft, wird erst einmal grundsätzlich davon ausgegangen, dass es sich um sog. private Vermögensverwaltung handelt. Zwar schwirrt jedem die Frist von zehn Jahren im Kopf herum, nach deren Ablauf Grundstücke steuerfrei verkauft werden können. Doch gewerblicher Grundstückshandel?

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Infos vorweg:

Die zehn-Jahres-Frist hat nichts mit gewerblichem Grundstückshandel zu tun. Werden Grundstücke, auch Eigentumswohnungen usw. innerhalb von zehn Jahren gekauft und wieder verkauft, sind die Gewinne hieraus steuerpflichtig.

Was bedeutet Gewerblich?

Wie der Name schon sagt geht es beim gewerblichen Grundstückshandel um den Handel mit Grundstücken und/oder Eigentumswohnungen etc. der als gewerblich angesehen wird. Dabei müssen alle Voraussetzungen erfüllt sein. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, trifft den Verkäufer nicht nur die Einkommensteuer sondern auch die Gewerbesteuer.

Voraussetzungen

Der Verkäufer muss sich am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr betätigen. Dh. er muss seine Grundstücke oder Eigentumswohnungen anderen zum Kauf anbieten. Da reicht es auch aus, das wenn der Verkauf an Bekannte oder Angehörige erfolgt. De Verkäufer muss nach außen als potentieller Verkäufer in Erscheinung treten. Der Verkäufer muss außerdem nachhaltig tätig sein. Ein einziger Verkauf reicht nicht aus um die private Vermögensverwaltung zu verlassen. Nach wie vor ist die sog. 3-Objekt-Grenze wichtig. Diese wurde von der Rechtsprechung entwickelt und gilt mittlerweile nicht mehr als Maß aller Dinge. Dennoch wird sie nach wie vor grundsätzlich herangezogen. Bei dieser 3-Objekt-Grenze ist jedes Objekt einzubeziehen, ein unbebautes oder bebautes Grundstück, ein Ein- oder Mehrfamilienhaus, Eigentumswohnungen oder auch eine Garage. Auch Objekte, bei deren Verkauf ein Verlust erzielt wurde. Allerdings zählen Verkäufe von eigengenutzten Wohneigentum oder auch unentgeltliche Veräußerungen (Schenkungen) nicht dazu. Werden mehr als drei Objekte veräußert, führt dies zum gewerblichen Grundstückshandel. Bei den Verkäufen muss ein enger zeitlicher Zusammenhang bestehen. Dies wird grundsätzlich bei Kauf und Verkauf innerhalb von fünf Jahren gesehen. Dies ist jedoch keine absolute Grenze (wie zB. bei der og. 10-Jahres-Frist). Bei einer Überschreitung von ein paar Tagen ist der Verkäufer nicht aus dem Schneider.

Allgemeines zum gewerblichen Grundstückshandel

Der gewerbliche Grundstückshandel ist sehr komplex. Es gibt Ausnahmen und Besonderheiten. Die Gerichte werden immer wieder mit Entscheidungen über den gewerblichen Grundstückshandel beschäftigt. Sollten sich Unklarheiten auftun melden Sie sich bei dem Team von steuerberatende.


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