Getrennte eranlagung
Getrennte eranlagung Getrennte eranlagung (c) Fotolia - Robert Kneschke
Meist gestaltet sich die Wahl einer gemeinsamen Veranlagung nach der Splitting-Tabelle des Einkommensteuergesetzes gegenüber der getrennten Veranlagung als steuerlicher Vorteil für Ehepaare. Allerdings können ebenfalls Fälle auftreten, in denen eher die getrennte Veranlagung zu empfehlen ist. Dies kann beispielsweise dann angewandt werden, wenn der geringer verdienende Ehepartner Einkünfte bezieht, die unter den Progressionsvorbehalt fallen. Steuerfreie Leistungen wie das Arbeitslosengeld erhöhen auf diesem Weg den Steuersatz.

Die Aufwendungen

Wählen Ehepartner die getrennte Veranlagung, so werden die Sonderausgaben bei dem Ehegatten angesetzt, auf dessen Namen die Rechnung ausgestellt wurde. Diese Regelung gilt als Ausnahme nicht für die Kinderbetreuungskosten nach dem §9c des Einkommensteuergesetzes. Außergewöhnliche Belastungen werden zu Beginn der Berechnung zunächst für beide Ehegatten gemeinsam erfasst, ähnlich dem Verfahren nach der Splitting-Tabelle. Anschließend wird jeder Person jeweils eine Hälfte der Kosten zugesprochen, es sei denn, die Ehepartner haben vorab ein anderes Aufteilungsverhältnis beantragt. Dieses kann jedoch nicht auf Pauschbeträge für Hinterbliebene oder Behinderte angewandt werden, denn hier gilt grundsätzlich die hälftige Aufteilung.

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Die Reduzierung der Veranlagungsarten ab 2013

Ab dem Jahr 2013 wird die Anzahl der Varianten für die Veranlagung von Ehegatten deutlich reduziert und vereinfacht. Bisher existierten sieben Formen, welche aus Einzelveranlagung nach dem Grundtarif, Witwen- oder Sonder-Splitting im Trennungsjahr, Zusammenveranlagung mit Ehegatten-Splitting, besondere oder getrennte Veranlagung nach dem Grundtarif sowie gewöhnlichem Witwen-Splitting bestanden. Nach eingehender Überarbeitung der Varianten bleiben Ehepaaren nun noch vier mögliche Wege zur Veranlagung, zwischen denen sie wählen können. Übrig geblieben sind die Einzelveranlagung nach dem Grundtarif, die Zusammenveranlagung mit Ehegatten-Splitting, das Witwen-Splitting sowie das Sonder-Splitting im Trennungsjahr. Dagegen ist die Variante der getrennten Veranlagung nach dem neuen Konzept ab dem Jahr 2013 nicht mehr anwendbar. Auf Antrag ist es allerdings für Ehepaare zukünftig möglich, die Veranlagung wie ledige Steuerpflichtige zu wählen, da lediglich noch eine Unterscheidung zwischen Einzel- und Zusammenveranlagung getroffen wird.

Die Berechnung der neuen Veranlagung ab 2013

Wählen Ehegatten ab dem Veranlagungszeitraum 2013 die Einzelveranlagung, nach der beide Ehepartner steuerlich wie ledige Steuerpflichtige behandelt werden, so werden die Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen sowie angefallene haushaltsnahe Dienstleistungen ebenfalls einzeln berücksichtigt. Dabei erfolgt eine Zurechnung nach der Maßgabe, auf welchen Partner die Rechnungen ausgestellt wurden oder welcher der Eheleute die wirtschaftlichen Kosten getragen hat. Es kann jedoch ebenfalls beantragt werden, alle Kosten hälftig zu verteilen.


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