Gewinnermittlungsarten

Gewinnermittlungsarten Gewinnermittlungsarten (c) Fotolia - Falko Matte
Es existieren zwei mögliche Arten der Gewinnermittlung, die ein Gewerbetreibender zur Aufstellung seiner Einnahmen und Ausgaben nutzen kann. Allerdings müssen für die Wahl der Gewinnermittlungsart bestimmte Voraussetzungen vorliegen, denn diese kann nicht vollständig willkürlich genutzt werden. Es wird dabei zwischen der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) und der Bilanzierung auf Grundlage einer ordnungsgemäßen Buchführung unterschieden.

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Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Bei der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 Einkommensteuergesetz, der EÜR, erfolgt eine Gegenüberstellung der Betriebseinnahmen und der Betriebsausgaben. Dies geschieht in erster Linie (es gibt Ausnahmen) nach dem Zufluss- und Abflussprinzip, wobei der Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben den Gewinn bildet. Übersteigen die Ausgaben alle Einnahmen, so ist ein Verlust entstanden. Eine EÜR ist in der Regel für Freiberufler, kleine und mittlere Unternehmen sowie für Existenzgründer anwendbar. Die Voraussetzungen für die Nutzung bestehen darin, dass keine Eintragung im Handelsregister erfolgt ist sowie keine Bücher auf freiwilliger Basis geführt werden. Der Jahresumsatz muss unter 500.000 Euro liegen und der Jahresgewinn darf 30.000 Euro nicht erreichen.

Die Bilanzierung

Während die EÜR durchaus von einem Unternehmer selbst angefertigt werden kann, sollte die Aufstellung einer Bilanz in professionelle Hände abgegeben werden. Wer eine korrekte Bearbeitung garantieren und Probleme mit den Finanzbehörden vermeiden möchte, sollte die Gewinnermittlung generell von einem Steuerberater durchführen lassen. Liegt eine der im Bereich der EÜR nach §4 Abs. 3 Einkommensteuergesetz genannten Voraussetzungen nicht vor, muss der Gewerbetreibende eine Bilanz aufstellen. Hierbei werden alle Geschäftsvorfälle anhand einer ordnungsgemäßen Buchführung dokumentiert, was anhand der Bildung von Personen- und Sachkonten geschieht. Die Vermögenswerte werden in der Aktiva, die Finanzierungen in der Passiva der Bilanz dargestellt, wobei beide Seiten exakt den gleichen Saldo ausweisen müssen. Zusätzlich wird aus den jährlichen Aufwendungen und Erträgen eine Gewinn- und Verlustrechnung erstellt, deren Ergebnis als Gewinn oder Verlust in die Bilanz übertragen wird. Es wird auf dem Konto des Eigenkapitals verrechnet und bewirkt dort eine positive oder negative Veränderung. Diese Ausführungen gelten für Gewerbetreibende, die aufgrund der Überschreitung der og. Grenzen auch nach handelsrechtlichen Grundsätzen buchführungspflichtig sind.

Allerdings gibt es auch den Betriebsvermögensvergleich, was eine steuerrechtliche Gewinnermittlungsart ist. Diese ist zB. für buchführungspflichtige Land- und Forstwirte oder Selbstständige (Freiberufler) die freiwillig Bücher führen anzuwenden. Grundsätzlich gilt hier die gleiche Vorgehensweise wie bei der Bilanzierung nach dem Handelsrecht, also das Führen einer doppelten Buchführung. Doch weichen die Vorschriften zwischen Handelsrecht und Steuerrecht ab, sind nur die steuerrechtlichen Vorschriften anzuwenden. Außerdem wird hier der Gewinn durch Vergleich des Betriebsvermögens am Ende des vorigen Wirtschaftsjahres zum Betriebsvermögen des aktuellen Wirtschaftsjahres zuzüglich der Privatentnahmen abzüglich der Privateinlagen ermittelt.


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