Kindergeld in der Steuererklärung

Kindergeld bei der Steuererklärung Kindergeld in der Steuererklärung (c) Fotolia - Dan Race
Ein Anspruch auf Kindergeld besteht für jedes Kind, beginnend mit dessen Geburt und abschließend mit der Vollendung des 18. Lebensjahres. Die Eltern müssen zunächst einen Antrag bei der für sie zuständigen Familienkasse einreichen, anschließend wird ihnen monatlich das Kindergeld ausgezahlt. Hat das Kind sein 18. Lebensjahr bereits überschritten, aber eine Berufsausbildung oder ein Studium begonnen, so besteht der Anspruch auf Kindergeld bis zu seinem 25. Lebensjahr. Dies gilt ebenfalls für berufsvorbereitende Maßnahmen sowie Praktika, an denen das Kind teilnimmt.

Die Vereinfachungen im Jahr 2012

Nach der alten gesetzlichen Regelung für das Kindergeld und den Kinderfreibetrag mussten Eltern bei der für sie zuständigen Finanzbehörde aufwändige Nachweise über die eigenen Einkünfte ihres Kindes einreichen. Ab dem Jahr 2012 entfällt diese Regelung, da das volle Kindergeld auch dann in vollem Umfang ausgezahlt wird, wenn das Kind während seiner ersten Ausbildung eigene Einkünfte erzielt. Beginnt es jedoch anschließend eine erneute Berufsausbildung, so darf lediglich eine Tätigkeit von weniger als 20 Stunden in der Woche zu eigenen Einnahmen des Kindes führen.

Die Höhe des Kindergeldes

Das ausgezahlte Kindergeld richtet sich nach der Anzahl der Kinder. Im Jahr 2012 erhalten die Eltern für das erste Kind und zweite Kind monatlich 184 Euro, für das dritte Kind erfolgt eine Erhöhung auf 190 Euro und bei jedem weiteren Kind werden 215 Euro ausgezahlt. Somit bildet das Kindergeld speziell in großen Familien eine wichtige finanzielle Grundlage, um alle Kinder ausreichend versorgen zu können. Besonders alleinerziehende Mütter oder Väter sind auf die Zahlung des Kindergeldes angewiesen, da sie ohne die Hilfe eines Partners für das Wohl ihrer Kinder sorgen müssen. Die Beantragung des Kindergeldes erfolgt bei der zuständigen Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit und muss dort schriftlich eingereicht werden. Die zum Anspruch berechtigte Person hat eine Geburtsurkunde des Kindes vorzuweisen.

Der Kinderfreibetrag

Mit Abgabe der Einkommensteuererklärung erfolgt eine Günstigerprüfung zwischen dem ausgezahlten Kindergeld und dem gesetzlich festgelegten Kinderfreibetrag von 2.184 Euro bei der Einzelveranlagung sowie 4.368 Euro für gemeinsam veranlagte Ehepaare sowie dem Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf in Höhe von 1.320 Euro beziehungsweise 2.640 Euro. Beide Freibeträge werden nur dann berücksichtigt, sofern sich eine steuerlich günstigere Auswirkung gegenüber dem Kindergeld ergibt. Somit ist auch besser verdienenden Eltern der Kindergeldantrag zu empfehlen, da sich für sie kein steuerlicher Nachteil daraus entwickeln kann. In der Regel werden die Freibeträge erst ab einem jährlichen Einkommen von über 60.000 Euro auswirkend angewandt.

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