Steuerabzüge

Jeder Steuerpflichtige, der Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit erwirtschaftet, hatte bisher Anspruch auf einen Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 920 Euro. Nach dem Steuervereinfachungsgesetz wurde dieser für 2011/2012 ab sofort auf 1.000 Euro erhöht. Dies bedeutet, dass jeder Arbeitnehmer diesen Pauschbetrag von seinen Einnahmen abziehen darf, was den zu versteuernden Betrag verringert. Der berechtigte Abzug gilt für den Fall, dass dem Steuerpflichtigen keine höheren Aufwendungen entstanden sind, die er ansetzen kann.

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Die abziehbaren Werbungskosten

Die Definition für Werbungskosten aus nichtselbständiger Arbeit bestimmt, dass es sich um Ausgaben zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen handeln muss. Arbeitnehmer haben daher beispielsweise die Möglichkeit, selbst getragene Ausgaben für Fortbildungen sowie die Fahrtkosten für Hin- und Rückweg als Werbungskosten abzusetzen. Auch der Verpflegungsmehraufwand für die Abwesenheit von der eigenen Wohnung können aufgeführt werden, sie betragen für über 8 bis unter 14 Stunden 6 Euro, ab 14 bis unter 24 Stunden 12 Euro und für 24 Stunden 24 Euro täglich. Kontoführungsgebühren fallen automatisch bei jedem Arbeitnehmer an, der seinen Lohn oder sein Gehalt per Überweisung ausgezahlt bekommt. Daher können hierfür pauschal 16 Euro als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Fahrtkosten für die Wege zwischen der Wohnung und der Arbeitsstätte des Steuerpflichtigen sind generell absetzbar, allerdings lediglich mit derzeit 30 Cent pro Kilometer der einfachen Strecke, worin der deutliche Unterschied zu den Fahrtkosten zu Fortbildungszwecken besteht. Fachliteratur, selbst bezahlte Arbeitskleidung und Werkzeuge sowie Bewerbungskosten für Zeiten der Arbeitslosigkeit sind ebenfalls absetzbar, allerdings empfiehlt es sich hier dringend, alle Belege für die Ausgaben zu sammeln und der Steuererklärung beizufügen. Arbeitskleidung ist generell lediglich absetzbar, wenn es sich um typische Berufskleidung handelt, wie beispielsweise bei Handwerkern oder Ärzten. Angaben ohne Nachweise werden in der Regel nicht berücksichtigt, die Finanzbehörde kann hierfür auch die Belege nachfordern. Auch Arbeitsmittel wie ein neu angeschaffter Laptop oder Drucker sowie Druckerpapier und Patronen sind absetzbar, soweit der Steuerpflichtige nachweisen kann, dass er diese Mittel angeschafft hat um sie beispielsweise für das Schreiben von Bewerbungen nutzt. Wirtschaftsgüter werden dabei über mehrere Jahre verteilt als Werbungskosten angesetzt, soweit die Anschaffungskosten 410 Euro netto übersteigen.

Die Steuererklärung

Da viele Arbeitnehmer keine Einkommensteuererklärung abgeben, entgeht diesen die Möglichkeit, sich aufgrund ihrer angefallenen Werbungskosten zumindest einen Teil der bereits gezahlten Steuern von den Finanzbehörden erstatten zu lassen. Es ist zu empfehlen, die angefallenen Kosten zu prüfen um gegebenenfalls einen höheren Betrag als die geltende Pauschale absetzen und somit eine umfangreichere Steuererstattung erhalten zu können. Grundsätzlich gilt jedoch: Wer keine Steuererklärung abgibt, erhält auch keine Rückerstattung.


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