Nießbrauch beim Erbe

Soll das Erbe schon vor Ableben des zukünftigen Erblassers geregelt werden, wird häufig von dem Instrument des Nießbrauchs Gebrauch gemacht. Kurz zusammen gefasst wird etwas übertragen, meistens eine Immobilie, die Einnahmen daraus stehen aber nach wie vor dem zukünftigen Erblasser zu. Die Überlegung ein Nießbrauchsrecht einzuräumen wird in aller Regel keine steuerlichen Überlegungen zur Grundlage haben, sondern familiäre. Ein Nießbrauch kann laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch für Grundstücke, bewegliche Sachen, Rechte und Vermögen eingerichtet werden.

Suchen Sie einen kompetenten und modernen Online-Steuerberater?

Lernen Sie steuerberaten.de kennen

... denn erfolgreiche Unternehmen benötigen moderne Steuerberater

0800 / 815 815 8Angebot anfordern

Nießbrauch im Steuerrecht

Steuerlich werden Nießbrauchs-Vereinbarungen zwischen Angehörigen nur dann anerkannt, wenn sie klar vereinbart, ernsthaft gewollt und tatsächlich durchgeführt werden. Dem Nießbraucher werden auch nur dann die Einkünfte (zB. aus Vermietung und Verpachtung) zugerechnet, wenn er sie selbst erwirtschaftet. Das bedeutet zB. bei der Vermietung und Verpachtung, dass er das Grundstück verwaltet, die Mieteinnahmen erhält und die Aufwendungen trägt und das Grundstück in Besitz hat. Ist jedoch alles korrekt verlaufen, muss der Nießbraucher die Einkünfte, zB. aus Vermietung und Verpachtung, in seiner Steuererklärung angeben, nicht der Eigentümer der Immobilie.

Gestaltungsmißbrauch

In diesem Bereich sind viele Fallgestaltungen denkbar. Doch nicht alle werden steuerlich anerkannt. Beispielhaft sei erwähnt, dass die zeitlich beschränkte Einräumung eines Nießbrauchs an ein minderjähriges Kind, das die Nießbrauchssache an seine Eltern zurück vermietet, als Gestaltungsmißbrauch angesehen wird. Dadurch wird diese Fallgestaltung nicht anerkannt. Dagegen kann ein Steuerpflichtiger seiner Mutter eine Wohnung abkaufen, diese gleichzeitig wieder an sie vermieten und ihr ein Nießbrauchsrecht einräumen, ohne das Gestaltungsmißbrauch zum Tragen kommt. Damit ist klar, dass im Einzelfall entschieden wurde bzw. werden muss. Wenn Sie zu konkreten Fällen Fragen haben, wenden Sie sich an das Team von steuerberatende.


Steuerberatung kann so einfach sein

Madlen Bernhard, Vertrieb: Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit haben, dann nutzen Sie bitte gern das nachfolgende Kontaktformular oder informieren Sie sich genauer über uns.

* Pflichtfeld



Zur Startseite des Steuer-Ratgebers