Übungsleiterpauschale

Übungsleiterfreibetrag Der Übungsleiterfreibetrag (c) Fotolia
Gehen Steuerpflichtige einer nebenberuflichen Beschäftigung nach, welche beispielsweise die Bereiche der Übungsleitung, Betreuung, Erziehung und Ausbildung sowie das Versorgen von gebrechlichen oder behinderten Menschen betreffen (zB. Übungsleiter in Sportvereinen oder Dozenten an der VHS), so steht ihnen eine steuerfreie Übungsleiterpauschale in Höhe von 2.100 Euro jährlich zu. Dies gilt allerdings ausschließlich, sofern diese Beschäftigung im Auftrag einer kirchlichen, mildtätigen oder gemeinnützigen Institution sowie einer öffentlichen Einrichtung ausgeübt wird.

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Übersteigende Einnahmen und Ausgaben

Erhält der Steuerpflichtige für seine nebenberufliche Beschäftigung eine Vergütung, welche die Pauschale übersteigt, so ist der restliche Betrag in der Einkommensteuererklärung als selbständige Arbeit anzugeben. Ansetzbare Betriebsausgaben entstehen dabei lediglich, soweit sie die festgelegte Übungsleiterpauschale übersteigen. Geht der Steuerpflichtige einer geringfügigen Beschäftigung nach, so dürfen seine Einnahmen über 2.100 Euro hinaus noch 400 Euro monatlich betragen.

Die Nichtanwendung

Übt der Steuerpflichtige eine Tätigkeit als so genannter ehrenamtlicher rechtlicher Betreuer aus, wird ihm eine fehlende pädagogische Grundlage unterstellt, sodass die Vorschriften des Übungsleiterfreibetrages nicht eingehalten werden und somit ein Abzug nicht möglich ist. Des Weiteren fehlt bei der Ausübung einer ehrenamtlichen Betreuung die Vergütung als Besteuerungsgrundlage. Ebenfalls nicht anwendbar ist der Abzug der Pauschale im Fall der Vormundschaft für kranke oder behinderte Menschen, auch wenn hierfür eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird.

Die Abgrenzung

Die Grundlage für den Abzug des Übungsleiterfreibetrages bildet die pädagogische Ausrichtung der nebenberuflichen Tätigkeit des Steuerpflichtigen. Es ich wichtig, dass durch den direkten Kontakt zu weiteren Personen eine Förderung und Unterstützung sowie Bildung stattfindet. Beschäftigungen, die diesem Bild ebenfalls entsprechen können, sind beispielsweise Chorleiter, Sporttrainer und Organisten. Steuerpflichtige, die Vorträge an Hochschulen oder Erste-Hilfe-Kurse veranstalten, sind ebenfalls zum Abzug des Übungsleiterfreibetrages berechtigt. Zudem gehören die Beschäftigten der häuslichen Pflegedienste, Einkaufshelfer oder Hilfskräfte bei der Beschaffung von Heimplätzen zum Kreis der Begünstigten. Da die Ausbildung und Unterstützung von Menschen im Gegensatz zu der Betreuung von Tieren steht, werden beispielsweise die Trainer von Turnierpferden oder Rennhunden nicht zum Ansatz des Freibetrages zugelassen. Dies gilt ebenfalls für Steuerpflichtige, die jede Art von Betreuung an Gegenständen oder Objekten übernehmen.


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