Was ist eine Betriebsprüfung

Bei vielen Steuerpflichtigen löst das Wort „Betriebsprüfung“ ein unangenehmes Gefühl aus. Ist man wirklich regelmäßig „dran“? Und wie weit darf der Prüfer gehen? Der Prüfer des Finanzamts muss sich an die Betriebsprüfungsordnung halten. Seine Prüfungsanordnung wird er aufgrund der Abgabenordnung erlassen. Sofern ein Steuerpflichtiger Einkünfte aus selbstständiger Arbeit oder aus Gewerbebetrieb erzielt, kann der Betriebsprüfer sich anmelden. Dafür ist es nicht erforderlich, dass es sich bei diesen Einkünften um die hauptberuflichen Einkünfte handelt.

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Prüfungsanordnung

Ist der Steuerpflichtige in den „Lostopf“ gefallen, erhält er die Prüfungsanordnung. Dies kann aber auch aufgrund einer Mitteilung von anderer Seite, ob nun von einem Finanzbeamten oder auch einer Anzeige eines anderen Steuerpflichtigen, erfolgen. In der Prüfungsanordnung werden die Jahre benannt, die geprüft werden sollen, wer die Prüfung durchführt, wann die Prüfung stattfinden soll und vor allem wo. Die Prüfer sind angehalten, die Prüfung regelmäßig in den Räumen des Steuerpflichtigen durchzuführen. Ist dies nicht möglich an Amtsstelle. Nur in Ausnahmefällen kann beim Steuerberater geprüft werden. Über Ort und Zeit kann nach Eintreffen der Prüfungsanordnung dann nochmal gesprochen werden.

Vorbereitung der Prüfung

Der Prüfer teilt dem Steuerpflichtigen bereits im Vorfeld mit, welche Unterlagen er für die Prüfung benötigt. Dies werden regelmäßig und in erster Linie die Buchführungsunterlagen sein. Diese werden seit Jahren nur noch in elektronischer Form, also als prüfbare Datei, abgefragt. Ergänzend hierzu sind Unterlagen, wie zB. Kontoauszüge, Rechnungen, Schriftverkehr usw. erforderlich. Eine komplette und ordentliche Buchführung ist daher besonders wichtig, um in einer Betriebsprüfung zu bestehen. Sie sollte nicht erst kurz vorher angestrebt werden oder in einer Nacht- und Nebelaktion nachgeholt werden. Auch das laufende Ausfüllen von zB. Bewirtungsquittungen lässt den Steuerpflichtigen gelassener in eine Prüfung gehen.

Beginn der Prüfung

Der Prüfer wird mit dem Steuerpflichtigen Ort und Zeit ausgemacht haben. Er muss sich an die üblichen Geschäftszeiten halten. Sofern der Steuerpflichtige das wünscht, wird sich der Prüfer ausweisen. Der Steuerpflichtige ist zur Mitwirkung verpflichtet. Dh. er muss gewünschte Unterlagen im zeitlichen Rahmen vorlegen oder auch Auskünfte erteilen. Er kann auch andere Auskunftspersonen, zB. seinen Buchhalter, benennen.

Ende der Prüfung

Zur Betriebsprüfung gehört eine Abschlussbesprechung. Hier werden die Punkte erörtert, die evtl. der Prüfer und der Steuerpflichtige unterschiedlich sehen. Wird der Steuerpflichtige steuerlich vertreten ist spätestens hier auch der Steuerberater zugegen. Die besprochenen Punkte werden dann im Betriebsprüfungsbericht verarbeitet. Dieser wird dem Steuerpflichtigen vor Auswertung noch zugesandt. Erfolgt hier kein Widerspruch mehr, wird der Inhalt ggf. in geänderten Steuerbescheiden verarbeitet.


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