Halbeinkünfteverfahren

Werbungskostenpauschale Das Halbeinkünfteverfahren (c) Fotolia
Das Halbeinkünfteverfahren wurde in den Jahren 2001 bis 2008 angewandt, um ein besseres Gleichgewicht der Höhe von Einkommensteuer- sowie Körperschaftsteuerbelastung zwischen Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften herzustellen.

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Halbeinkünfteverfahren: Die alte Rechtslage bis 2008

Zum 01.01.2001 trat die Anwendung des Halbeinkünfteverfahrens für Erträge aus Veräußerungen von Anteilen an Kapitalgesellschaften sowie für Gewinnausschüttungen in Kraft. Diese Dividenden wurden seither bereits im Vorfeld mit einem Abzug der Körperschaftsteuer in Höhe von 25% belastet. Im Gegenzug hatte ein Anteilseigner lediglich noch die Hälfte seiner erhaltenen Dividende der Kapitalertragsteuer zu unterwerfen, welche 20% betrug. Dieses Verfahren hatte für Anteilseigner und Aktionäre eine direkte Auswirkung auf den möglichen Abzug von Werbungskosten, da hier aufgrund der hälftigen Steuerbelastung der Erträge lediglich noch ein hälftiger Ansatz entstandener Kosten möglich war. Das positive oder negative Ergebnis von Spekulationsgeschäften wurde seit dem 01.01.2001 ebenfalls nur noch zur Hälfte berücksichtigt.

Halbeinkünfteverfahren: Die neue Rechtslage seit 2009

Die Anwendung der neuen Abgeltungssteuer in Höhe von 25% bezieht sich auf Dividenden, welche von privaten Anlegern bezogen werden. Erhält jedoch eine Personengesellschaft Einkünfte aus Kapitalanlagen, so ist das neue Teileinkünfteverfahren relevant, nach welchem ausgezahlte Dividenden zu 60% versteuert werden. Der begünstigte Gesellschafter hat auf diese zudem die Einkommensteuer zu entrichten. Werden Anteile an Kapitalgesellschaften veräußert, so unterliegen diese Einkünfte ebenfalls dem Teileinkünfteverfahren. Auch für Gesellschafter die für ihre Gesellschaft tätig sind, kann auf Antrag zum Teileinkünfteverfahren gewechselt werden, sodass die Versteuerung letztlich nicht mit dem Abgeltungssteuersatz von 25%, sondern mit dem persönlichen Steuersatz des Gesellschafters stattfindet.


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